Das Thorbräustüberl war für eine wertvolle Phase unseres Fanclub-Lebens ein besonderes Domizil. Im gemütlichen Raum des „Verband der Königstreuen in Bayern e.V.“ umgab uns bei unseren Treffen das historische Flair, was unverkennbar durch die vielen Porträts König Ludwigs dem II. war.
Fachsimpeln mit dem Koch und gegnerischen Fans
Es war schon amüsant: Unter den Augen des bayerischen Monarchen fieberten wir leidenschaftlich für unseren BVB. Und da sich im selben Gasthaus auch die Anhänger des lokalen FC Augsburg trafen, kam es natürlich zu dem einen oder anderen Augenzwinkern und interessierten Nachfragen nach dem Spielstand – man begegnete sich ja im selben Wirtshaus.
Ein echtes Unikat aus dieser Zeit ist unsere „Tonne“, ein kleiner Tisch, der in einer Behindertenwerkstatt gefertigt und von unserem ehemaligen Mitglied Nico gesponsert wurde. Er ist mehr als nur ein Tisch, sondern ein Stück unserer Geschichte.
In der Freibank unter freiem Himmel
Auch unsere informellen Vorstandssitzungen verlegten wir im Sommer gerne in den schattigen Biergarten. Schließlich gehören ein kühles Bier und packender Fußball für uns einfach zusammen, und dabei war das dunkle Bier des Thorbräu eine besondere Empfehlung.
Eine kleine, unvollendete Anekdote dieser Ära ist unser Vorhaben, den „Kini“ digital in ein BVB-Trikot zu hüllen – eine spaßige Idee, die im Trubel der Ereignisse leider nie umgesetzt wurde. Wer weiß, wem es wohl aufgefallen wäre?
Leider entschied sich der Betreiber in der Zeit von Corona dafür, die Lizenz nicht weiterzuführen. Das Thorbräustüberl bleibt für uns ein Ort schöner Erinnerungen, an dem bayerische Tradition und unsere schwarzgelbe Leidenschaft auf ihre eigene Weise zusammentrafen.